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15. September 2019

Die Grupo Pacha steht zum Verkauf – Kaufpreis liegt bei 500 Millionen Euro

Ibizas Nightlife verändert sich 2016 wie nie zuvor - Machtkampf um die Zukunft der Insel

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Das Nightlife auf Ibiza ist in Bewegung geraten, jeden Tag gibt es neue Meldungen und Gerüchte. In all diesem Hin und her kommt jetzt noch die Nachricht, dass das Pacha verkauft werden soll. Auch ein möglicher Kaufpreis wird genannt: 500 Millionen Euro. Das ist dann nicht nur für das Pascha Ibiza, der Kaufpreis schließt die Grupo Pacha mit ein, also auch das Destino, Lio, das Hotel El Hotel, Restaurants und  Franchise-Clubs in verschiedenen Städten weltweit, darunter London, München, Sydney und weitere. Dazu kommen noch Mode-Label, Platten-Firma, Internet-Agentur, Segelschiff und mehr…

Unter dem Dach der Grupo Pacha finden sich inzwischen viele Aktivitäten. (Grafik: Grupo Pacha)
Unter dem Dach der Grupo Pacha finden sich inzwischen viele Aktivitäten. (Grafik: Grupo Pacha)

 Zahlen der Grupo Pacha

Das Unternehmen machte 2015 insgesamt 78 Millionen Euro Umsatz, 11 Millionen Reingewinn und investierte eine Million Euro. In diesem Jahr plant man, den Umsatz um 8 bis 10% zu steigern.

Heute macht die Grupo Pacha 68 Prozent des Umsatzes mit Clubs und Gastronomie, 22 Prozent mit Hotels, 4 Prozent mit Mode und 3 Prozent mit Franchise. In den zu 100% fehlenden 3 Prozent sind die anderen Aktivitäten gebündelt.

Noch im Juli hatte man auf einer Pressekonferenz angekündigt, einen Expansionsplan umsetzen zu wollen, der bis 2025 die Eröffnung von 25 Hotels, 50 Restaurants und 10 Clubs weltweit vorsah. Ein erstaunlich ambitionierter Plan, der wohl nur mit externen Investoren umsetzbar sein konnte. Mutmaßlich ist hier jemand abgesprungen…

Der offizielle Verkaufsgrund: Monopoly vom Matutes-Clan

Pacha-Eigentümer Ricardo Urgell, der 1967 in Sitges bei Barcelona mit dem ersten Pacha startete und dann 1973 auf Ibiza eröffnete, wird auf der Cronica Global Webseite mit scharfer Kritik an der Matutes-Familie zitiert. Die besitzt heute unter anderem das Ushuaïa, Ushuaïa Tower und das Hard Rock Hotel, dazu zahlreiche Hotels und viele weitere Schlüsselfirmen (Trinkwasserversorgung, Baustoffe, Immobilien, Fährgesellschaften) und Beteiligungen (zum Beispiel Privilege) auf der Insel. Und nun übernähmen sie auch noch das Space und damit eine weitere Institution auf Ibiza. Es sei wie bei Monopoly – nur das hier sei die Realität.

Interessant ist auch die Aussage, dass das Pacha nicht an die Idee des “reichen Ibizas” glaube, wie es von Abel Matutes propagiert werde. Urgell ziehe sich deshalb komplett zurück und auch seine Kinder wollen diese Zukunft Ibizas nicht mehr unterstützen. Ob sich ein Investor findet, der 500 Millionen in Marke, Clubs und die weiteren Aktivitäten investiert? Der Preis enthält sehr viel Aufschlag für die Marke, Geschichte und Spirit, denn mit 11 Millionen Gewinn in 2015 wäre er nicht zu rechtfertigen.

Space wird übernommen – und öffnet möglicherweise in 2018 wieder – dann aber in Sant Antoni

Das Space verabschiedet sich am 2. Oktober 2016 mit einer großen Closing-Party – das ist inzwischen bekannt. Die Besitzer vom Ushuaïa (Matutes) haben bekanntgegeben, dass sie das Space übernehmen werden, während die Space-Macher schon Sant Antoni im Visier haben und davon sprechen, 2018 dort wiederzueröffnen. Es läuft da viel hinter den Kulissen: Es gibt einen Antrag, das in die Jahre gekommene Hotel Reco des Sol am Punta des Moli in der Calle es Vedrà zu einem “Musik-Hotel” ala Ushuaia umzubauen. Das bisherige Gesetz ist nicht klar genug formuliert, um rechtssicher solche Anträge ablehnen zu können. Es wird vermutet, dass Jose Rosello hier den Nachfolger des Space eröffnen möchte. Er war zwar bei keinem der Vorgespräche persönlich dabei, aber es deutet vieles darauf hin.

Die Verwaltung muss nach der derzeitigen gesetzlichen Lage das Projekt genehmigen, wenn das Gesetz nicht so geändert wird, dass auch bereits eingegangene Anträge abgelehnt werden können. Man will das neue Space in Sant Antoni nicht – es gäbe schon mehr als genug Unterhaltung in der Stadt, so die Regierungsmitglieder.

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Über Redaktion 43 Artikel
Markus Burgdorf bereist Ibiza bereits seit 1966 und ist ein waschechter Ibiza-Fan.
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